Samstag, 29. November 2014

Andere Arbeit!!!



Montag – Freitag 13.10. – 17.10.2014 :

Am Montag, war eine Versammlung aller Mitglieder von Inti K’Anchay anberaumt, weshalb ich auch nicht arbeiten brauchte. Anstelle dessen musste ich früh um halb 9 im Oficina Central sein, was 15 Kilometer von meinem Haus entfernt ist. Hieß also für mich sehr sehr früh aufstehen. Dort wurde über die Probleme der Kinder und die Lösung derer diskutiert. Am Nachmittag hohlte ich dann 4 Kilo Wäsche ab und schleppte mich damit nach Hause. Am Abend wollte ich auch noch was schönes machen, ging also mit Valeria ins Cocafe Arte, wo ich mit Lisa schon war um mich mit José zu treffen. Am Dienstag, sah ich dann auf der Arbeit in IK (Inti K’Anchay) einen Kolibri. Das sind echt wunderschöne Tiere und es gibt hier öfter mal welche anzusehen. An dem tag wurde mir einiges sehr deutlich bewusst: „Jeden tag riecht man hier so viele Gerüche, aber wirklich wenige davon sind wirklich angenehm.“ Das ist auf der Straße leider wirklich so, da der Müll ja immer irgendwohin geschmissen wird und nicht in Mülleimer. Am Mittwoch morgen saß ich im Truffi vorne links und während wir im Stau standen, fuhr ein anderes Auto einfach den Spiegel vom Truffi ab, was natürlich einen riesen Aufruhr hervorrief, und ich mittendrin. Sehr amüsant. An diesem Tag erhiehlt ich die Information, dass ich in Zukunft nur noch in Coyera, dem Straßenprojekt arbeiten werde. Am Donnerstag bekam ich frei um endlich mal mein Visum zu machen. In der Migracion sagten sie mir dann, dass ich eine Strafe (Multa) von 2110 Bs. Bezahlen muss, was mehr als 200 entspricht. Nach meiner Arbeit bei Coyera saß ich dann noch bis abends halb 7 bei der Migracion und musste mindestens 5 Schreibtische besuchen eh ich fertig war. Am Freitag gab es dann im Oficina central nachmittags noch eine Einheit zu „Salud“, was im groben aus einer Art abgespecktem „Erste Hilfe Kurs“ bestand. Danach ging dann das feiern los. Maria und ich haben dann beim Karaoke-Teil auch „Marmor, Stein und Eisen bricht“ gesungen, sehr zur Belustigung aller beteiligten.








Samstag und Sonntag 19.10. + 20.10.2014

Am Samstag war ich auf der Cancha, fand aber mal wieder nicht das, was ich gesucht hatte, dafür allerhand andern Kram. Dazu muss man sagen: „Auf der Cancha findet man alles, bloß nicht das, was man sucht“ :( Außerdem verlief ich mich an dem Tag gleich 2 Mal auf der Cancha, was einem eigentlich immer passiert. Das ist hier der Unterschied, in Deutschland gehst du in Parks spazieren, hier auf der Cancha!!! Es regnete und so bildeten sich riesige Pfützen in den Straßen.


Abends durfte ich meine Kochkünste unter Beweis stellen und kochte bei Valeria Bratklößchen(Boulette) mit Kartoffelbrei. Danach fragte ich meine Mutter direkt mal nach dem richtigen Rezept dafür, denn obwohl sie sehr gut schmeckten, waren sie dann doch nicht so gut, wie zu Hause.
 



Am Sonntag, habe ich dann mal wieder mit meinen Eltern geskypt, wobei ich Valeria vorgestellt habe, was sich für mich als sehr lustig erwies, da ich eine Stunde lang den Übersetzer spielen durfte. Bei einigen Sachen verstanden meine Eltern und sie sich direkt super gut, dann wenn es um mich und meine Fehler ging…



Montag – Freitag 20.10. – 24.10.2014

Am Montag war mein erster Tag den ich komplett in Coyera arbeitete und ich musste gleich mal bis um 6 arbeiten, holte direkt im Anschluss aber mein Visum ab, was so aussieht.



Ab diesem Tag an, arbeitete ich nur noch in Coyera, also tagtäglich von 9-17 Uhr mit Straßenkindern.
Der Dienstag war das Highlight der Woche, denn es ging den Tag über ins Schwimmbad, mit den Straßenkindern. Es hat einen riesen Spaß gemacht und war genial, denn das Wasser kam direkt aus einem Vulkan und es war bewölkt, sodass die Sonne nicht ganz so sehr schien. Das Schwimmbad liegt mitten in den Bergen und bietet eine herrliche Aussicht.


Am Mittwoch ging es Frühs gleich mit einer riesen Erfahrung los. 4 Mann hatten mehrere Gruppen von Straßenkindern, insgesamt 30. War aber echt toll zu sehen, wie alle beim Fußballspeielen zusammenwirken und die unterschiedlichen Gruppen kaum noch eine Rolle spielen. Am Nachmittag habe ich dann während einer Visita ein Bett notdürftig repariert, was echt Spaß macht, war schön mal wieder einen Nagel in Holz schlagen zu können. Am Abend ging es dann in den Kinofilm „Lucy“ der echt interessant war. Es ging um die Hirnleistung des Menschen und was wohl passiert, wenn ein Mensch 100% seines Hirns nutzt. Die Antwort war recht simpel: ER ist Gott! Der nächste Tag begann leider sehr, sehr früh, da wir theoretisch mit einer Gruppe in Quillaquollo arbeiten wollten und diese immer sehr früh verschwindet, also musste ich Frühs um 7.30 im 20 Kilometer entfernten Qillaquollo sein. Ich stand 5:30 Uhr auf… Am Ende war die Gruppe schon weg, da es regnete! Ich war mega angepisst, diesen morgen, was vielleicht für dein ein oder anderen auch verständlich ist. Allerdings war die Arbeit um halb 3 auch schon wieder aus, da der Abschied von Simone, einem italienischen Freiwilligen, anstand. Wir aßen Fideos Uchu. Sowas habe ich noch nie gesehen! Es war ein riesiger Nudeltopf mit allem möglichen Fleisch. Ein Topf reicht für 4 Personen. Nebenbei trank man fröhlich Chicha, so dass ich um 5 mich verabschiedete um eine kleine Pause vom Trinken machen zu können. Am Abend ging es dann fröhlich weiter, wobei alle schon einen sitzen hatten. In der Bar kam dann auch Juan dazu, der an diesem Tag aus Deutschland wiedergekehrt war. Am Folgetag, waren die meisten sehr platt bei der Arbeit. Mich rettete am Nachmittag die Reunion der Freiwilligen, wo man sich auch ruhig verhalten kann ohne, dass es jemandem besonders auffällt.


Samstag und Sonntag 25.10. + 26.10.2014

Am Samstag ging es dann gleich weiter, denn Mirko hatte Geburtstag, dadurch war man um 4 schon wieder in der Kneipe anwesend. Mit den Leuten hier ist es immer mega lustig und so auch diesen Tag, denn Mirko fing mit einem guten Freund von ihm an wie der Teufel auf der Panflöte bolivianische Lieder zu spielen und brachte die Stimmung damit zum Kochen, alle sangen, klatschten und trommelten mit. Einen Tag später machte ich mit der Hilfe von Valeria meine Papiere für Segip, was heißt für meinen bolivianischen Ausweis. Dieses war ein eher ruhiges Wochenende.



Montag – Freitag 27.10. -31.10.2014

In der Woche passierte eigentlich nichts Außergewöhnliches. Ich arbeitete in Coyera die ganze Zeit und gewöhnte mich mit jedem Tag mehr an die Arbeit. Die Woche war sehr sehr anstrengend und ich lernte, dass Basecap und Sonnencreme unverzichtbare Utensilien bei der Straßenarbeit sind. Am Freitag durfte ich zum ersten Mal die Bilder der Woche sortieren. Am Freitagabend traf ich mich noch mit ein paar anderen Freiwilligen meiner Franziskaner-Organisation, die über das Wochenende in Cochabamba waren. Wir aßen Hühnchen, so wie eigentlich immer hier. Mich freute es riesig, dass ich Hanna und Sarah mal wiedersehen konnte.