Montag – Freitag 15.12. – 19.12.2014
Den Montag habe ich im Büro verbracht, wo ich kaum was
gemacht habe, da eigentlich keiner eine Aufgabe für mich hatte. Dienstag war
dann viel besser und echt genial! Frühs ging es mit meinem Chef erst mal schon
frühstücken, natürlich typisch bolivianisches Essen.
Danach haben wir Panetones gekauft, wie ähnlich wie
Christstollen schmecken. Die durfte ich dann zur Gruppe bringen…
Am Nachmittag
das gleiche, wobei es echt schön war so viel Verantwortung zu bekommen und
„frei“ zu sein in der Arbeit. Nebenbei kaufte ich gleich noch das Geschenk für
Valerias Mutter. Danach war Mal wieder die Wäscherei dran. Also hatte ich
wieder Wäsche, JUHU!!! Am Abend schaute ich noch einen schönen, aber sehr
traurigen Film mit meiner Freundin. Mittwoch war ich wieder dran mit Panetones
(Christstollen)-kaufen dran. Wir sangen dann immer das Vater Unser auf Spanisch
spielten Bingo mit den Jungs und die Sieger bekamen als Prämie den Paneton oder
Plätzchen. Das war jedes Mal total schön und hat mich ebenfalls mit Glück
erfüllt. An dem Tag hatten wir zum ersten Mal einen Freiwilligen aus der
Schweiz, der jetzt öfters bei mir im Projekt ist. Abends war ich mit Valeria in
einer superleckeren Pizzeria essen, wo es auch süße Pizza gibt *_* soooooo
lecker.
Der Donnerstag begann für alle trist außer für mich, denn es
gab Regen und dadurch war es kalt. Das war ein Segen für mich, endlich Mal
wieder ein bisschen kälteres Wetter. Allerdings war es dadurch extrem matschig
und es entstehen wahre Seen auf der Straße. Vormittag machten wie wieder eine
Gruppe und am Nachmittag machte ich Visitas, die keine waren, da einfach
niemand am verabredeten Ort war… Sowas passiert leider auch, dass Personen
einfach nicht kommen oder nicht da sind wo erwartet. Highlight des Freitags war
ganz klar, dass ich wieder die süße Pizza gegessen habe mit Valeria und ihrer
Mutter. Während ich die Pizza abholte kam ich doch dann auch gleich in ne
Polizeikontrolle, die ich mit Hilfe meiner Freunde aber glorreich meisterte.
Samstag + Sonntag 20.12. –21.12.2014
Am Samstag ging es Frühs mal auf den Hausberg, einfach weil
ich Lust hatte. Damit bin ich auf mindestens 4000 Meter hochgewandert.
Danach
bin ich direkt in die Stadt um weitere Geschenke zu besorgen, da es kurz vor
Weihnachten war. Danach war ich dann aber so fertig, dass ich erst mal 3
Stunden Mittagsschlaf gemacht habe. Am späten Abend ging es dann in eine Disko
mit Valeria. Sehr schön und interessant, aber anders Muss man auf jeden Fall
auch mal mitgemacht haben…
Am Sonntag ging es dann nach 2 Stunden Schlaf Frühs um 8 auf
Arbeit. Ja ab und zu muss ich sonntags arbeiten, da wir an dem Tag den anderen
Teil meines Projektes machen und zwar Wiñana. Das ist immer Arbeit mit armen
Familien und ehemaligen Straßenkindern. Unser Pfleger kocht dann immer mega
lecker und man macht einige Aktivitäten. Nach meiner Arbeit, die gütiger Weise
um 12 schon zu Ende war, kaufte ich noch das letzte Geschenk für Lisa, meine
Mitbewohnerin. Danach machte ich erst mal ausgiebig Mittagsschlaf und am Abend
ging es direkt nach der Messe in eine hübsche Kneipe um das Wochenende noch
gemütlich mit einem anderen deutschen Freiwilligen, der Nicolas heißt,
ausklingen zulassen.
Montag – Freitag 22.12. – 26.12.2014
Am Montag ging es im Oficina los. Da durfte ich dann kurz
vor dem Mittag noch eine Visitas anfangen, weshalb ich in der Mittagspause frei
war und mit Valeria was essen ging, da ich sonst immer mit meiner Arbeit essen
gehe und das nicht immer so lecker ist… Am Nachmittag machte ich dann die Fotos
von insgesamt 2 Wochen, da der Rest ein Treffen mit der Geldgeberin der
Fundacion hatte, heißt also es waren im Projektbüro Chef der Fundacion und der
Rest von meinem Team. Am Abend packte ich schon alle Geschenke ein (Leute zum
ersten Mal in meinem Leben, dass ich wirklich Geschenke einpacke ^^) Der
Knaller des Tages war jedoch, dass Lisa mit Hilfe eines Fenixkindes, den
Wasserhahn von der Wand gerissen hatte und somit das gesamte Wasser, was wir in
den Tank pumpten unten aus der Küche wieder rauslief und uns kein Wasser blieb.
Lösung war einfach, aber simpel. Lisa hielt das Loch zu, während die Pumpe lief
und ich mich oben duschte, danach genau dasselbe Spiel mit umgekehrten Rollen.
(Am nächsten Tag durch Juan repariert)
Am Folgetag musste ich nur bis um 12 arbeiten, um danach
mich zu Hause fertig zu machen, für die Weihnachtsfeier der Fundacion. Beginn:
17:00 Uhr / eigentlicher Beginn: 18:30 / meine Ankunft: 17:45 / Wartezeit: 45
min!!! Das ist Bolivien. Man kommt schon mit Absicht zu spät und ist immer noch
zu früh!!! Danach hieß es 2 Stunden Reden von allen möglichen Leuten und dann
endlich Essen. Bei einer Rede meinte der Chef nur so, das hier ist Weinachten
für mich: gemütlich zusammensitzen und plaudern. Nur komisch, dass nach dem
Essen alle wie vom Blitz getroffen aufsprangen um abzuwaschen und sich dann
schnell nach Hause aufzumachen. Fand ich sehr amüsant. Beim Aufräumen machte
ich Mal wieder die meiste Stimmung indem ich zur Musik tanzte und alle belustigte.
Danach endlich im trauten Heim angelangt, beendete ich noch mein letztes
Geschenk für meine Freundin und ging dann seelenfroh ins Bett, da 2 Tage
arbeitsfrei folgten.
Damit beende ich den Teil Weihnachten auf Arbeit.
Den Morgen der „Nochebuena“ also Heiligabend auf Deutsch,
begann ich mit ein wenig Computerspielen, einfach um das Mal auszukosten, dass
ich frei hatte und das in der Woche. Am Nachmittag ging es dann zu Valeria und
mit ihr und ihrer Mutter dann zur Christmette in die Kathedrale. Dies war meine
erste Messe in der Kathedrale und ich wurde gleich mit der Anwesenheit von 2
Bischöfen beehrt, wobei ich die Kommunion vom Erzbischof erhielt. Danach
redeten wir in ihrem Haus noch kurz und warteten eigentlich nur auf
Mitternacht. Punkt Mitternacht wünschten wir uns allen ein frohes
Weihnachtsfest umarmten uns und waren nebenbei bemerkt sehr sehr hungrig.
Deshalb gab es dann direkt im Anschluss das Weihnachtsessen. POLLO RELLENO!!!!
Einen lieben Gruß an Mama, nächste Weinachten gibt’s das auch in Deutschland…
:DD Nein, Späßchen, aber es war mehr als nur deliziös. Ein Huhn gefüllt mit
allerlei Früchten und Gemüse, dazu eine Art Maisbrei und natürlich Kartoffeln
mit gegrillten Bananen, die es hier wirklich immer gibt.
Nach dem wirklich köstlichen Essen gab es dann um 1 die
Geschenke. Eine schöne Tradition hier ist, dass jeder eines seiner Geschenke holt
und es der Person mit einem Glückwunsch übergibt. Das ging dann ungefähr eine
Stunde. Danach redete man noch ein wenig und um 3 ging es dann ins Bett. Der
25. War dann sehr sehr entspannt, da wir erst um 1 aufgewacht sind und es dann
um 4 Mittag gab. In der Pause skypte ich dann noch mit „Tante Mülli“, also
Alexander Müller, meinem total verrückten Onkel. Danach spielten wir noch
Monopoli, ewig lange. Mitternacht nach einem Abendessen ging es dann Schlafen.
Am Freitag ging es dann auf Arbeit. Diesmal wieder nur Büro. Danach hatte ich
dann nur das Vergnügen mit meinen Großeltern zu skypen. Danach brachte ich dann
alle meine Geschenke sorgfältig zu mir nach Hause. Am Abend
schaute ich dann bei Valeria im Haus noch einen schönen Film.





