Montag, 11. August 2014

Erste Eindrücke aus Cochabamba!



Sonntag 10.8.2014:
Nachdem ich am Samstag 18.35 von Frankfurt mit 3 weiteren Freiwilligen, Rebecca, Michelle und Lisa losgeflogen bin, landeten wir erst mal in Madrid zwischen.


Dort ging es mit einer unglaublichen Verspätung nach Santa Cruz weiter. Der Nachtflug war erstaunlicherweise mal richtig erholsam, so dass wir in Santa mit mehreren Kurzsprints, immer wieder das Ziel rufend „Si, si Cochabamba“ und einem atemberaubenden Verständnis für die nicht bekannten spanischen Sätze, doch noch unseren Flieger erreichten.

In Cochabamba gelandet, trennten Lisa und ich uns von den anderen beiden und wurden umhergefahren. Zuerst ins Büro und dann durften wir noch den Plaza Principal bewundern, ehe es in unser neues Zuhause ging.




Dort angekommen lernten wir Juan und Heike kennen. Juan ein Mitarbeiter der Fundacion, der mit in der WG wohnt (direkt neben mir) und dessen großes Hobby es ist immer Musik zu hören, also wirklich immer… Ja und Heike ist unsere Vorgängerin und echt cool drauf. Eine der ersten Infos von Juan um 11 geht’s los zum Fußball, wohlbemerkt war das unser erster Tag in Cochabamba und für uns gefühlt 17:00 Uhr. Beim Fußball lernte ich dann auch meinen Vorgänger Carlos persönlich kennen und war nach dem ersten Sprint so fertig wie in Deutschland nach 3 Kilometern. Als Erklärung lieferte ich immer wieder „Es muy alto“ auf deutsch „Es ist sehr hoch“. Dennoch war es mir vergönnt, das erste Tor zu schießen. Interessanterweise spielt man hier um Geld. Wobei der Einsatz 20 Bolivianos für ein Team und 2 Euro sind nicht wirklich viel. Nach 60 Minuten, in denen ich mindestens einmal fast gestorben wäre bei der Luftnot. Ging es dann mit Juan, Victor, dem Chef meiner Fundacion, der auch mitgespielt hatte und ein paar anderen zum Essen. Dabei war auch ein Freiwilliger aus der Schweiz namens Angelo, der mindestens so verrückt ist wie ich und mit dem ich mich sehr gut verstehe, trotz mangelnden Verständnisses. Das Essen war unglaublich lecker und ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so leckeren Apfelsaft getrunken. Im Laufe des Essens stellte sich heraus, dass der lokale Fußballverein am Nachmittag um 5 (in D um 11 abends) spielt. Nachdem ich zu Hause eine viel zu kalte Dusche hatte, ging es los zum Stadion. Als großer Fußballfan, war die erste Anschaffung ein Trikot des Vereins. Nach einem für alle Fans außer uns ernüchternden 2:2 (Ich hatte mich verzählt und war der Auffassung wir hätten 3:2 gewonnen) ging es dann wieder Heim. Auf dem Bild sieht man den Elfmeter den es gegen uns, also den Club Wilstermann Cochabamba gab.

Zuhause, dann die erste Nacht im neuen Zuhause, dem Haus Fenix.

 



Montag 11.8.2014:
In der Nacht sind Lisa und ich beide aufgewacht, weil wir noch Jetlag haben. Das Frühstück gab es nach einer Truffifahrt in die Stadt. Das Essen auf der Straße ist superlecker, auch wenn ich mir die ganzen Namen nicht merken kann. Truffis sind Kleinbusse, die wie normale Linienbusse funktionieren, man aber aussteigen darf, wann man will, man muss es nur sagen. Nachdem Heikes geplantes Treffen mit einer neuen Freiwilligen ins Wasser gefallen war zeige sie uns die Stadt und wir haben uns dann auch ein bolivianisches Billighandy gekauft. Mit dem kann ich in Deutschland übrigens nicht anrufen, leider! An dem Morgen hab ich so ziemlich alles Essen und Trinken probiert was es hier nur gibt. Eine kleine Besonderheit hier, man trinkt alles, was man auf der Straße kauft in Tüten. Kurz vor Mittag hat uns Heike dann auch noch die Cancha gezeigt, einer der größten Märkte Boliviens, wenn nicht der größte. Die Bilder sind alle von der Cancha.







Mittagessen war, wie nicht anders zu erwarten Hühnchen mit Reis und Pommes. Beim Mittag hab ich dann auch Sarah kennen lernen dürfen, die noch 6 Tage, so wie Heike in unserem Haus mit wohnt. Ja das war für mich heute der letzte freie Tag, denn ab morgen beginnt hier die Sprachschule und ich werde versuchen mein Visum zu verlängern. Bis zum nächsten Eintrag an alle alles Gute y hasta luego.

Leander de Cochabamba

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen