Sonntag 10.8.2014:
Nachdem ich am Samstag 18.35 von Frankfurt mit 3 weiteren
Freiwilligen, Rebecca, Michelle und Lisa losgeflogen bin, landeten wir erst mal
in Madrid zwischen.
Leander de Cochabamba
Dort ging es mit einer unglaublichen Verspätung nach Santa
Cruz weiter. Der Nachtflug war erstaunlicherweise mal richtig erholsam, so dass
wir in Santa mit mehreren Kurzsprints, immer wieder das Ziel rufend „Si, si
Cochabamba“ und einem atemberaubenden Verständnis für die nicht bekannten
spanischen Sätze, doch noch unseren Flieger erreichten.
In Cochabamba gelandet, trennten Lisa und ich uns von den
anderen beiden und wurden umhergefahren. Zuerst ins Büro und dann durften wir
noch den Plaza Principal bewundern, ehe es in unser neues Zuhause ging.
Dort angekommen lernten wir Juan und Heike kennen. Juan ein
Mitarbeiter der Fundacion, der mit in der WG wohnt (direkt neben mir) und
dessen großes Hobby es ist immer Musik zu hören, also wirklich immer… Ja und
Heike ist unsere Vorgängerin und echt cool drauf. Eine der ersten Infos von
Juan um 11 geht’s los zum Fußball, wohlbemerkt war das unser erster Tag in
Cochabamba und für uns gefühlt 17:00 Uhr. Beim Fußball lernte ich dann auch
meinen Vorgänger Carlos persönlich kennen und war nach dem ersten Sprint so
fertig wie in Deutschland nach 3 Kilometern. Als Erklärung lieferte ich immer
wieder „Es muy alto“ auf deutsch „Es ist sehr hoch“. Dennoch war es mir
vergönnt, das erste Tor zu schießen. Interessanterweise spielt man hier um
Geld. Wobei der Einsatz 20 Bolivianos für ein Team und 2 Euro sind nicht
wirklich viel. Nach 60 Minuten, in denen ich mindestens einmal fast gestorben
wäre bei der Luftnot. Ging es dann mit Juan, Victor, dem Chef meiner Fundacion,
der auch mitgespielt hatte und ein paar anderen zum Essen. Dabei war auch ein
Freiwilliger aus der Schweiz namens Angelo, der mindestens so verrückt ist wie
ich und mit dem ich mich sehr gut verstehe, trotz mangelnden Verständnisses.
Das Essen war unglaublich lecker und ich habe in meinem ganzen Leben noch nie
so leckeren Apfelsaft getrunken. Im Laufe des Essens stellte sich heraus, dass
der lokale Fußballverein am Nachmittag um 5 (in D um 11 abends) spielt. Nachdem
ich zu Hause eine viel zu kalte Dusche hatte, ging es los zum Stadion. Als
großer Fußballfan, war die erste Anschaffung ein Trikot des Vereins. Nach einem
für alle Fans außer uns ernüchternden 2:2 (Ich hatte mich verzählt und war der
Auffassung wir hätten 3:2 gewonnen) ging es dann wieder Heim. Auf dem Bild sieht
man den Elfmeter den es gegen uns, also den Club Wilstermann Cochabamba gab.
Zuhause, dann die erste Nacht im neuen Zuhause, dem Haus
Fenix.
Montag 11.8.2014:
In der Nacht sind Lisa und ich beide aufgewacht, weil
wir noch Jetlag haben. Das Frühstück gab es nach einer Truffifahrt in die Stadt.
Das Essen auf der Straße ist superlecker, auch wenn ich mir die ganzen Namen
nicht merken kann. Truffis sind Kleinbusse, die wie normale Linienbusse
funktionieren, man aber aussteigen darf, wann man will, man muss es nur sagen.
Nachdem Heikes geplantes Treffen mit einer neuen Freiwilligen ins Wasser
gefallen war zeige sie uns die Stadt und wir haben uns dann auch ein
bolivianisches Billighandy gekauft. Mit dem kann ich in Deutschland übrigens
nicht anrufen, leider! An dem Morgen hab ich so ziemlich alles Essen und
Trinken probiert was es hier nur gibt. Eine kleine Besonderheit hier, man
trinkt alles, was man auf der Straße kauft in Tüten. Kurz vor Mittag hat uns
Heike dann auch noch die Cancha gezeigt, einer der größten Märkte Boliviens,
wenn nicht der größte. Die Bilder sind alle von der Cancha.
Mittagessen war, wie nicht anders zu erwarten Hühnchen mit
Reis und Pommes. Beim Mittag hab ich dann auch Sarah kennen lernen dürfen, die
noch 6 Tage, so wie Heike in unserem Haus mit wohnt. Ja das war für mich heute
der letzte freie Tag, denn ab morgen beginnt hier die Sprachschule und ich
werde versuchen mein Visum zu verlängern. Bis zum nächsten Eintrag an alle
alles Gute y hasta luego.
Leander de Cochabamba



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